Nicht
weit von Prag entfernt liegt diese kleine malerische Gemeinde mit weniger
als zwei Tausend Einwohnern, die ihren Ruf in Vergangenheit insbesondere den
Goldfundorten zu verdanken hat. Heutzutage ist die Region aus Medien durch
zwei seltsame Sucher nach dem sog. ©tìchovice-Schatz und verheerende
Sintflut im Jahre 2002 bekannt. Es ist kaum zu glauben, dass man in einer
Nähe der Hauptstadt solch ein wundeschönes Landesstück, ideal für
Entspannung und Erholung nach dem Arbeitswochenstress, finden kann. Nach
weniger als eine halbe Bus- oder Autofahrstunde aus den Prager Stadtvierteln
Smíchov oder Zbraslav gerät man unerwartet in eine unversehrte Natur, wo nur
stellenweise menschliche Eingriffe zu spüren sind. Bei
unserem Bummel durch das nahe liegende Kocáby-Flusstal genießen wir
einstweilige Lagerfeuertreffen der Tramper, die in dieser Landschaft ihren
Reiz noch nicht eingebüßt haben. Wir können auch an unzähligen Fußtennis-
und Faustballturnieren sowie landschaftsspezifischen Spielen teilnehmen.
Hier findet man Saloons, Mustang-Gehege oder die wahren Western-Banken. Es
ist nur Ihre Wahl, ob Sie Ihren Abend in Louisiana, Maják, Kansas oder
vielen anderen Tramperkolonien verbringen. Und die Leute: wie erwartet nett,
freundlich und hilfsbereit. Jederzeit lächelnd, und es ist kaum zu erkennen,
dass sie sonntags wieder nach Prag zurückeilen, um ihr Tagesbrot zu
verdienen.
Die
Gemeinde dürfte ihren Namen nach dem ersten Ansiedler „©tìcha“ getragen
haben, jedoch der erste berichtliche Nachweis einer Existenz von ©tìchovice
kommt aus dem Jahre 1209, wann es in Vorherrschaft des Klosters in Plasy
stand. Später stand ©tìchovice in der gemeinsamen Vorherrschaft der
Klöster
von Ostrov, Zbraslav und Strahov. In der mittelalterlichen Zeit wurde
©tìchovice durch Goldgewinnung berühmt. Die „Goldenruhm“-Zeiten sind jedoch
rasch vergangen und ©tìchovice ist als eine von Töpferhandwerkern und
Flussarbeitnehmern voll besiedelte
Ortschaft in unser Kenntnis gelangt. Herkömmliches Töpfer- und
Keramikgewerbe blieb bis heute in mehreren Werkstätten erhalten. Im Kocáby-Flusstal bei ©tìchovice waren noch in der Mitte letzten Jahrhunderts
Schießpulverfabriken tätig. Am 28. August 1865 ist in ©tìchovice das erste
dampfbetriebene Schiff aus Prag eingetroffen. Dadurch erreichte die hiesige
Region eine bessere Anknüpfung an Prag und sicherte sich eine neue
ökonomische Entwicklung. Im April 1945 vergruben deutsche Soldaten
Dokumentationsmaterial in dem sog. Du¹no-Tal, das in den Moldau-Fluss
rechtsseitig unterhalb der ©tìchovice-Talsperre einläuft. Ein Jahr später
haben es die Amerikaner heimlich ausgeholt. Heutzutage ist es als Archiv von
©tìchovice bekannt. Dominanten der Gemeinde sind:
Kirche des heiligen Johann von Nepomuk,
Betonbogenbrücke über Moldau und
Talsperre.
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Koordinaten |
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Bezeichnung: ©tìchovice bei Prag |
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S-JTSK: |
1069000,0 | 747500,0 | |||
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S42: |
5524499,8 | 3457398,1 | |||
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WGS-84: |
49° 51' ,2" | 14° 24' 21,26" | |||
(Bus) Fahrpläne,
Pøeklady: Roman Drahota
Informace o autorovi: Jiøí
Eliá¹
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Poslední aktualizace:
09. 05. 2006, 13:44:36 +0200